Mein erster SV-Berater Einsatz
08.10.2008: Dilan beschreibt ihren ersten Einsatz als SV Beraterin in Telgte. Ein kleiner Einblick, wie Euer SV Beraterseminar aussehen könnte.
Am 02.09.2008 habe ich mit zwei weiteren SV- Beratern, Horst und Johannes, ein SV-Beraterseminar am Maria-Sybilla-Merian-Gymnasium in Telgte moderiert. Um 9.00 Uhr sollte es losgehen. Als wir in der Schule angekommen waren, warteten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen bereits und so konnten wir sofort loslegen. Nachdem wir uns vorgestellt hatten, wollten wir auch die Teilnehmer und Teilnehmerinnen kennenlernen und haben erstmal eine Vorstellungsrunde gemacht. Dabei haben alle ihren Namen und kurz etwas zu ihrer Person gesagt. Um zu motivieren, wollten wir nicht sofort mit den Vorträgen über Schülerrechte oder Schülervertretungsgeschichte beginnen, sondern zuerst ein Spiel spielen. Weil die Gruppe mit knapp 70 Personen recht groß war, haben wir uns für das "Molekülspiel" entschieden. Ziel des Spiels war es, die TeilnehmerInnen einander näher zu bringen. Alle TeilnehmerInnen sollten dabei kleine Atome in Bewegung darstellen, die sich immer wenn Johannes eine Zahl in den Raum gerufen hat, zu einem Molekül zusammenstellen sollten. Die Zahl die Johannes rief, hat die Größe der Moleküle bestimmt. Horst und ich haben natürlich mitgespielt.
In meiner Gruppe hat Johannes zuerst den Vortrag über SV-Geschichte gehalten, bevor wir zu SV-Rechten und Aufgaben einer SV gekommen sind. Dabei habe ich zunächst gesammelt, welche Rechte die TeilnehmerInnen kennen und was sie als ihre Aufgaben betrachten. Alle haben ihre Ideen auf Karten geschrieben, die wir gesammelt und besprochen haben. Vieles von dem, was wir vorher gesammelt hatten, stellte sich auch als richtig heraus. Wir mussten also kaum etwas korrigieren und letztlich nur ein paar Dinge ergänzen. Besonders den Sinn einer Schülervertretung, nämlich die Interessen der Schüler zu vertreten war allen bewusst. Nach soviel inhaltlicher Arbeit war es dann Zeit eine Pause zu machen. Danach haben wir alle TeilnehmerInnen in drei Kleingruppen geteilt, so konnte kreativ am nächsten Thema gearbeitet werden. Zwar haben wir in allen drei Gruppen das gleiche Thema vorgegeben, trotzdem hat jede Gruppe etwas anderes daraus gemacht. Meine Gruppe hat sehr praxisorientiert gearbeitet und dabei ziemlich genaue Arbeitsaufträge und Projektideen aus der Arbeitsphase mitnehmen können. Die TeilnehmerInnen waren sehr motiviert und wollten am Ende ihren Schulhof neu gestalten, die Regelungen für den Nachmittagsunterricht verändern und sich dafür einsetzen, dass mehr Auswahl an Leistungskursen ermöglicht wird. Um zu diesen Ergebnissen zu gelangen, habe ich in meiner Gruppe Kleinstgruppen gemacht in denen die TeilnehmerInnen alles aufschreiben konnten, was sie an ihrer Schule stört. Innerhalb der Kleinstgruppen wurden jeweils drei Dinge unterstrichen, die unbedingt besprochen werden sollten.
Gemeinsam haben wir dann Ideen gesammelt, wie Probleme behoben werden können und Projektvorschläge diskutiert, die sich mit der Veränderung der Schule beschäftigt haben. So konnten wir uns auf ein paar Projekte einigen. Eine der beiden anderen Kleingruppen hat sich theoretischer mit dem Thema beschäftigt. Dabei ging es nicht darum speziell an seiner eigenen Schule etwas zu verändern, sondern um Schule im Allgemeinen, darum, was in der Schule anders laufen sollte. Es sind Themen wie Kopfnoten oder die Idee der Ganztagsschule angesprochen und diskutiert worden. Zum Schluss haben wir uns noch einmal in der Großgruppe mit allen TeilnehmerInnen getroffen und nach einem Spiel hat jede Gruppe die Ergebnisse vorgestellt. Nach einer kurzen Feedbackrunde, war das Seminar auch schon wieder vorbei.
Für mich steht fest, dass ich noch viele weitere Seminare machen werde. Es hat mir viel Spaß gemacht mit so vielen motivierten SchülerInnen zusammen zu arbeiten und ich glaube, dass das Seminar ein kleiner Anstoss für große Projekte war.
von Dilan Aytac