Aktion Red mit!
02.04.2009: Am Händelgymnasium in Berlin werden Ideen gesammelt, zur sinnvollen Veränderung des Schulalltags und deren Umsetzung mittels regelmäßiger Teamtreffen. Hier soll ein Knotenpunkt für Schule verbessernde Maßnahmen entstehen. z.B. Schulpatenschaften
Welche Leute sind daran beteiligt und wie geschieht das?:
Klassensprecher des Gymnasiums im Alter von 13-19 Jahren. Und alle die Lust haben unsere Schule zu verändern.
Was sind die Ziele eures Projekts?
Das Ziel ist eine bessere Transparenz der SV-Arbeit, was zum erhöhten Interesse an Sv-Arbeit und -Projekten in der Schülerschaft führen soll. Wir wünschen uns ein effizienteres Schülerfeedback und hoffen Anlaufstelle für Probleme, Ideen und Anliegen zu werden. Letztlich soll mit alldem erreicht werden, dass Schüler in ihren Möglichkeiten bestärkt werden, aktiv an Schulpolitik mitzuwirken.
Genaueres zum Projekt:
Damit sich möglichst viele Schüler an der "Aktion: Red mit!" beteiligen, haben wir zusammen überlegt, wie wir dafür am besten werben könnten. Schließlich haben wir uns dazu entschlossen, in Zusammenarbeit mit unserer im Januar neuentstandenen Schülerzeitung einen Artikel über die Arbeit unserer Schülervertretung zu verfassen, in welchem wir die Leser zur Beteiligung an der Gestaltung des Schulalltags aufmuntern. Einerseits können die Schüler an der Zeitung mitwirken, die auch eine Komponente des Projekts "Aktion: Red mit!" ist, und andererseits können sie Ideen, Kritik und Meinungen im "Kummerkasten" loswerden, der neben dem gesponserten Whiteboard hängen wird.
Auch das Whiteboard wird einen großen Beitrag zur verbesserten Partizipation der Schüler am Schulalltag beitragen, da dort in Form von regelmäßigen Infos und Erinnerungen für mehr Transparenz der SV-Arbeit gesorgt werden wird. Die Zeitung wird am Samstag, den 10. Januar, zum Tag der offenen Tür an unserer Schule erscheinen, sodass auch Eltern und neue Schüler über unsere Aktion informiert werden.
Die Abstimmung unseres Projekts mit verschiedenen Personen, die für die Umsetzung eine wichtige Rolle spielten, hat auch gut funktioniert: Nach Absprache mit dem Hausmeister, der Direktorin und diversen Lehrern, haben wir uns auf den Ort des Whiteboards in der Schule geeinigt - nach Umhängen einiger Bilder der Kunstausstellung wird das Whiteboard an einem zentralen Ort aufgehängt werden, an dem es von sehr vielen Schülern jeden Tag beachtet wird. Da außerdem der Chefredakteur der Schülerzeitung auch Mitglied in unserem Team ist, war für die Abstimmung mit der Schülerzeitung gesorgt.
Es gab schon viele positive Rückmeldungen von anderen Klassensprechern zu dem Projekt, auch von denen, die nicht mit involviert sind. Allerdings wurden zu uns auch Kritik und mögliche Probleme getragen. Ein mögliches Problem ist das Desinteresse der Schüler an unserem Projekt. Dem wollen wir durch kontinuierliche Werbung im Schulradio und in der Schülerzeitung vorbeugen. Vor allem wollen wir zeigen, dass wir das Feedback der Schüler ernst nehmen. Dies können wir erreichen, indem wir regelmäßig das Feedback auswerten und z. B. mit einem Aushang öffentlich machen - natürlich anonym, und auch nur, falls das nicht unerwünscht ist. Wir gehen allerdings davon aus, dass sich bei all den Neuerungen und bei ausreichender Werbung viele Schüler an der "Aktion: Red mit!" beteiligen werden. Deshalb muss für eine regelmäßige und organisierte Auswertung des Feedbacks gesorgt werden. Unter anderem werden dazu wir den SV-Sitzungen probeweise einen festen Punkt integrieren, der das gesammelte Feedback betrifft.
Gegen Ende des Jahres waren wir ein wenig in Zeitnot, da wir die Förderung noch in diesem Jahr erhalten wollten. Es gab daher spontane Treffen, in denen wir die Aufgaben aufgeteilt haben. Nach Absprache mit den Lehrern wurden wir dafür auch teilweise vom Unterricht befreit. Nach langen Überlegungen sind wir zu dem Schluss gekommen, dass eine Investition in bessere Mittel zur effizienteren Moderation unserer SV-Sitzungen wichtiger ist, als eine verhältnismäßig teure Pinnwand zu kaufen. Stattdessen werden wir eine Flipchart benutzen, die uns der Hausmeister freundlicherweise zur Verfügung stellt.
Die Kooperation mit den verschiedenen Einrichtungen in unserer Schule könnte verbessert werden, obwohl sie bereits schon stattfindet. Beispielsweise kann noch verstärkt mit der Schulleitung zusammengearbeitet werden, sodass relevante Informationen direkt an die Direktorin weitergeleitet werden, falls das nicht unerwünscht ist. Auch mit der Elternvertretung kann in Zukunft zusammengearbeitet werden.
Die Absprache zur Verwendung des Geldes mit den Schülern hätte verbessert werden können. Zum Beispiel in Form einer Umfrage hätten Ideen gesammelt werden können, wofür das Geld am besten hätte ausgegeben werden können. Die Umfrage und die nachfolgende Auswertung hätte allerdings einen sehr langen Zeitraum benötigt, weshalb wir uns dagegen entschieden haben und die Verwendung des Geldes im Team besprochen haben.
Vor einigen Jahren gab es schon einmal einen Kummerkasten an unserer Schule. Der wurde allerdings wenig genutzt, weil kaum Werbung dafür gemacht wurde und auch die Auswertung des Feedbacks nicht ausreichend organisiert wurde. Aus diesen Fehlern haben wir natürlich gelernt. Da wir uns schon um Werbung für unser Projekt gekümmert haben und allein das Vorhandensein eines neuen Whiteboards in unserem Schulflur Aufsehen erregen wird, müssen wir uns vor allem um die Organisation der Auswertung kümmern. Dazu kann ein neues Vertretungsplan, vor dem Sekretariat und auf anderen Pinnwänden in unserer Schule.
Die Förderung im Rahmen der Aktion "Schule verändern" hilft uns sehr mit unserem Projekt "Aktion: Red mit!". Sehr vorteilhaft für unser Projekt war die schnelle Zusage vom SV-Bildungswerk, da wir schon im Januar mit dem Whiteboard und den sonstigen Anschaffungen arbeiten können, was sich schnell und positiv auf die SV-Arbeit unserer Schule auswirken wird. Außerdem können wir das Projekt dadurch dem nächsten Schulsprecherteam besser übergeben, da wir uns noch darum kümmern werden, die Auswertung zu organisieren - hätten wir die Zusage erst gegen Ende des Schuljahres erhalten, dann hätten zwischen der Anschaffung der Materialien und deren Benutzung die Sommerferien und ein Schulsprecherwechsel gelegen, was sich sehr negativ auf die Projektumsetzung ausgewirkt hätte.
Zukunftsperspektive:
Durch unser Projekt haben in Zukunft nicht nur Klassensprecher sondern auch alle anderen Schüler die Möglichkeit an der Gestaltung des Schulalltags mitzuwirken. Die erhöhte Transparenz der Schülerprojekte an unserer Schule wird außerdem das Interesse an der SV-Arbeit verstärkt werden, die nun nicht mehr ausschließlich auf Klassensprecher beschränkt bleibt.
Wir werden in Zukunft das Whiteboard zur Verbreitung von schülerrelevanten Infos, Umfragen und SV-News nutzen. Von den Moderationsmaterialen werden nicht nur wir, sondern auch die Schülersprecher der nächsten Jahre profitieren. Die SV-Arbeit wird im nächsten Jahr effizienter und transparenter für alle Schüler werden. In den kommenden Wochen wollen wir verstärkt jüngere Schüler mit in die Umsetzung des Projekts einbeziehen, da die Hauptarbeit zur Zeit zum größten Teil von Dreizehntklässlern getragen wird, die in wenigen Monaten durch den Abiturstress abgelenkt werden.