Nur wer laut wird, wird gehört!

08.07.2008: Das Projekt "Stadtgespräch" des Würzburger Schülerladens. Schülerinnen und Schüler, die in ihrer Stadt Politik machen, gibt es das wirklich? Meist merkt man davon wenig. Dabei wird gerade in der Stadt viel über das Alltagsleben der SchülerInnen entschieden. Nachdem in Würzburg Schulen zusammengelegt wurden und viele Jugendfreizeiträume geschlossen wurden, trat der Schülerladen Würzburg (slw) in Aktion: Der Schülerladen - die Würzburger Stadtschülervertretung, organisierte das "Stadtgespräch".
Ein Beitrag von Theresa Gessler

Die Idee entstand am Ende des Schuljahres 2005/2006: ein Festival für Bürgerinnen und Bürger aller Altersklassen, dass Kultur, Spaß und Politik vermischt. Ein Fest, bei dem endlich jede mit jedem redet und das außerdem zeigt, dass man über SchülerInnen nicht einfach hinweg regieren kann.

Ende September 2006 war es dann endlich soweit: Mit zwei Livebands, politischem Kabarett, Improvisations-Theater und Diskussionsrunden stieg auf dem Marktplatz das erste "Würzburger Stadtgespräch". Von allgemeinen Themen, wie dem Kommunalwahlrecht ab dem 16. Lebensjahr, bis zu Würzburger Angelegenheiten, wie dem Bau eines neuen Einkaufszentrums am Bahnhof, diskutierten Jugendliche mit der Oberbürgermeisterin und Vertretern der Parteien. Am Ende kamen dabei viele neue Vorschläge und Ideen heraus, die mittlerweile zum Teil sogar von der Stadt übernommen wurden.

Über eines waren sich an diesem Nachmittag alle einig: SchülerInnen brauchen sich nicht von erwachsenen PolitikerInnen oder von anfänglichen Rückschlägen entmutigen lassen, sondern können für ihre Interessen laut werden und gegen Widerstände ankämpfen.

Auch der Schülerladen wird sich weiter einmischen: Im nächsten Jahr gibt es wieder ein "Stadtgespräch". Bis dahin bleibt jedoch noch viel zu tun. Die Politik hat die Meinungen der SchülerInnen gehört - und muss jetzt immer wieder daran erinnert werden!

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