Placemat
22.07.2010: Die „Placemat“- Methode - zu Deutsch „Platzdeckchen“ Methode (was für ein grausamer Name - da beschwere sich noch jemand über Anglizismen in der deutschen Sprache) ist angeblich ein „Klassiker“ des kooperativen Lernens. Die Methode eignete sich für ein konstruktives Brainstorming und Wachrütteln der Gedanke am Anfang eine Workshops oder einer Arbeitsphase.
Das Ganze funktioniert ungefähr so: Eine Gruppe (optimal 4 Personen) setzt sich zusammen. In die Mitte kommt ein A2, A3 oder Flipchart-Papier, auf dem ein inneres Feld gezeichnet wird und um das innere 4 äußere Felder. Es wird ein Thema in die Runde geworfen (z.B.: Wie sieht Demokratie in der Schule aus?) und jede/r Einzelne macht sich zunächst dazu individuell Gedanken und schreibt diese in „sein“ äußeres Feld. Das sollte je nach Komplexität des Themas so zwischen fünf und acht Minuten dauern.
In der zweiten Runde informiert sich die Gruppe über das, was die anderen aufgeschrieben haben und zu diesem Zweck wird das Blatt solange in eine Richtung gedreht, bis Jede/r wieder vor seinem eigenen Bereich sitzt. Zwischendurch können Verständnis- und „ich-kann-das-nicht-lesen“-Fragen gestellt werden. Diese zweite überleitende Phase sollte plus-minus fünf Minuten dauern.
Zum Schluss entscheidet die Gruppe gemeinsam, welche der aufgeschriebenen Gedanke in das innere Feld übertragen werden sollen. Hilfreich kann es dabei sein, die Anzahl der Punkte von vorne herein zu begrenzen. Ebenfalls sollte eine Prioritätenliste der Punkte entwickelt werden. Abschließend präsentiert jede Gruppe ihr Plakat der Gesamtgruppe.
Die Größe der Kleingruppen kann auch variiert werden, allerdings erscheint es sinnvoll, dass es nicht mehr als fünf Personen sind, damit sich niemand aus der Gruppe quasi herausnehmen kann, bzw. herausgenommen wird.